So, nachdem ich vor über einem Jahr schon mal einen kläglichen Versuch zu bloggen gestartet hab, probiere ich es jetzt mit einer neuen Strategie noch einmal. Eine Herzensfreundin hat mich nämlich neulich mit dem Nähfieber infiziert und ich möchte hier jetzt die Auswüchse dieser Erkrankung präsentieren.
Ich muss dazu sagen, dass ich in der Pubertät schon einmal ein paar Taschen genäht habe, also grundsätzlich mit der Bedienung einer Nähmaschine vertraut bin. Größere Teile, oder gar Kleidungsstücke habe ich aber noch nie fabriziert.
Mein Erstlingswerk ist die Zwergenmütze von Schnabelina, die Stoffe sind aus einem kleinen Stoffladen hier im Ort. So ganz perfekt ist sie noch nicht, aber ich unterdrück jetzt mal den Perfektionisten in mir. Die zweite, die ich für meine kleine Nichte genäht habe, war dann aber schon deutlich gekonnter.
Da ich ,wie ich ja grade schon schrieb, einen geringfügigen Hang zum Perfektionismus habe, hab ich mich beim Stoffkaufen gleich für einen Nähkurs in diesem Laden angemeldet. Irgendwie näh ich zwar auch so, aber ein wenig fachmännische Anleitung kann sicherlich nicht schaden. Schließlich muss ja verhindert werden, dass das Töchterlein irgendwann wie der Bucklige daherkommt, weil Muttern sich vernäht hat.
Es stellte sich bald heraus, dass die Nähabende nicht nur sinnvoll und produktiv sind und darüber hinaus noch saumäßigen Spaß machen. Beim ersten Mal hab ich diese wunderschöne Hose genäht. Leider ist sie dem Töchterlein noch zu groß. Vielleicht muss ich auch einfach mal das Bündchen am Bauch enger nähen. Mal schauen. Aber schön ist sie trotzdem. Der Schnitt ist Felix von Farbenmix, der Stoff wieder mal aus dem Laden meines Vertrauens.
Da ich aufgrund der geschäftlichen Abwesenheit des Gatten zwei Wochen bis zum nächsten Nähabend überbrücken musste, hab ich mich mal mutig alleine ans Werk gemacht. Heraus kam nach einem ersten Fehlversuch und einem neu zugeschnittenen Teil ein T-Shirt mit amerikanischem Kragen aus der Zwergenverpackung von Farbenmix. Man kann irgendwie gar nicht ahnen, dass ich auf Wölkchenstoff, wie den hier von Frau Tulpe, stehe. Dem Töchterlein steht es jedenfalls ungemein gut.
Eine Hose hab ich auch noch angefangen, aber da gab es irgendwie Probleme. Hätte ich die so genäht, wie es vorgesehen war, hätte des Töchterleins Windelpo nicht mehr hineingepasst. Also hab ich einen Teil wieder aufgetrennt und das Ganze für eine spätere Problemlösung bei Seite gelegt. Ich denke morgen versuch ich mein Glück sie mit einem netten Bündchen zu verlängern.
Heute war dann wieder Nähabend und ich habe etwas zu Stande gebracht,
das ich jetzt doch mal sehr gelungen finde. Der Schnitt ist auch aus
der Zwergenverpackung und die Stoffe wieder mal aus dem örtlichen
Stofflädchen. Den Schnitt habe ich ein wenig abgewandelt, indem ich die
Kapuze doppellagig genäht habe, damit sie auch innen schön aussieht.