13 Februar 2013

Wer hat an der Uhr gedreht?

Für mich fühlt es sich an wie gestern, dass ich dieses bezaubernde kleine Mädchen, was sich meine Tochter nennt,  auf die Welt gebracht habe. Zur Zeit ihrer Geburt lag ein schier unendlich wirkendes Jahr als Vollzeit-Mama vor mir, das ich mir nicht wirklich vorstellen konnte. Ich habe diese wunderbare Zeit genossen so sehr ich konnte. Diese Stunden mit dem kleinen Bündel auf der Couch, ihren Geruch, ihr Lachen, ihr Gebrabbel und Gegacker. Wir hatten oft Verabredungen mit anderen Mamas und ihren Kindern, manchmal haben wir und aber trotzdem furchtbar angeödet. Ja, ich habe nun seit geraumer Zeit das Gefühl, dass ich meinen Töchterlein als Gesellschaft nicht genüge und auch ich brauche mal wieder anderen Input. Also habe ich beschlossen, dass ich wieder arbeiten gehe.

Der Termin, der zunächst in weiter Ferne lag, ist auf wundersame Weise in affenartiger Geschwindigkeit näher gerückt. So sehr ich mich darauf freue, wieder zum Familieneinkommen beizutragen, so sehr graust es mir davor, mein Baby nicht mehr ständig um mich zu haben. Auch die Tatsache, dass wir eine tolle Tagesmutter gefunden haben, bei der sich das Töchterlein offensichtlich pudelwohl fühlt, macht es nur ein kleines bisschen leichter.

Wie dem auch sei, ich wollte, dass das Töchterlein ordnungsgemäß ausgestattet zur Tagesmutter aufbrechen kann. Zu dieser Ausstattung gehört meiner Meinung nach eine kleine Tasche, in der das Töchterlein lebensnotwendige Dinge mit zur Tagesmutter nehmen kann. Vielleicht hatte ich auch nur diese Tasche in einem Buch entdeckt und wollte sie einfach nähen.

Bei meinem letzen Besuch bei Paula in der Hauptstadt habe ich bei Frau Tulpe den passenden Stoff für mein Herzensprojekt entdeckt.


Auch eine bezaubernde Häkelborte ist in meine Einkaufstüte gehüpft. Die passte einfach zu gut.



Als Futterstoff hab ich Wachstuch vom Möbelschweden verarbeitet.



 

Das Täschlein gefällt mir so gut, dass ich hoffe, dass der Rest vom Stoff noch für eine größentechnisch angepasste Tasche für mich reicht.

Und weils so gut passt, ab damit zur Meitlisache.




07 Februar 2013

Aus alt macht RUMS

So offen ich glaub ich für viele Sachen bin, gibt es doch einige Dinge bei denen ich ein schreckliches Gewohnheitstier bin. Ganz besonders schlimm ist das bei Uhren und Portemonnaies. Wenn eins von beiden kaputt geht, bin ich ganz verzweifelt auf der Suche nach etwas was fast genau so ist, wie der lieb gewonnene Vorgänger. Auch wenn ich den anderen neumodischen Kram total schön finde, taugt er mir aus dem einen oder anderen Grund nicht. Das ist irgendwie schon fast albern und macht das Leben manchmal echt schwer.

Vor ziemlich genau zehn Jahren ist es mir glücklicherweise gelungen ein Portemonnaie zu finden, das genauso aufgeteilt war, wie der Vorgänger. Dummerweise war das Ding wohl keine gute Qualität. Der Reißverschluss des Kleingeldfaches hat doch frecherweise neulich den Geist aufgegeben.  Dabei sieht es fast noch neu aus.


Da ich ja jetzt nähe, habe ich beschlossen, dass es total clever wäre, mich jetzt umzugewöhnen um mir dann für den Rest meines Lebens immer selbst neue Portemonnaies zu nähen. Irgendwie habe ich aber nie den richtigen Schnitt gefunden. Wundert das jetzt irgendwen? Eines schönen Tages bei meinen Ausflügen durchs Bloggerland fand ich die Lösung. Mrs. De-Elfjes hat ihren Geldbeutel Reini mit dem kostenlosen Wildspitz von Farbenmix zu einem Reinitz verquickt und die Anleitung dazu hier gepostet. Glücklicherweise habe ich mir das E-Book noch rechtzeitig bestellt bevor die Pforten zu Mrs. De-Elfjes Shop vorerst geschlossen haben.

Diese Woche habe ich mich endlich daran gewagt das gute Stück zu nähen, was viel einfacher ging, als ich es gefürchtet habe. Stofftechnisch habe ich einfach mal in die Stoffkiste gegriffen und verarbeitet was grade da war und zusammen passte. Der Plan ist, dass ich mir demnächst ein zweites aus meinem Traumstoff nähe. Ich sollte nur vorher einen Traumstoff finden. Das Ergebnis ist eigentlich ziemlich gut geworden, nur weiß ich noch nicht, ob wir miteinander warm werden. Ich komme mir vor als würde ich eine Aktentasche zücken, wenn ich an der Kasse stehe und bezahlen will. Ich hoffe, dass das Gewöhnungssache ist.






 

Und weil der Fremdkörper das Portemonnaie von MIR für MICH ist, ab damit zu RUMS.