04 September 2014

Frau Madita und der Sweat

Vor ein paar Monaten ist mir beim Treffen mit den besten Mädels der Welt im Hilco Werksverkauf ein ganz wunderbarer Sweatstoff über den Weg gelaufen. Von der ersten Sekunde an hatte ich eine ganz bestimmte Art von Oberteil im Kopf, das ich daraus unbedingt nähen musste. Seitdem durfte der Stoff sein Dasein leider auf meinem Drucker fristen. Bis ich dann neulich über die neue Frau Madita von Hedi näht gestolpert bin. Das war genau das, was ich gesucht hatte.

Ein bisschen unsicher war ich ja schon, ob das was werden würde, da Frau Madita für elastische Stoffe gemacht ist, mein Sweat aber so gar nicht richtig dehnbar war. Ein Probestück aus einem weniger tollen Stück Sweat zu nähen war allerdings was für Weicheier unter meiner Würde. Also hab ich mich schließlich dazu entschieden es drauf ankommen zu lassen und habe Frau Madita eine Nummer größer als eigentlich benötigt zugeschnitten und habe zusätzlich an den Armeln die Nahtzugabe etwas vergrößert.

Die vorgesehene Teilung der Front habe ich einfach mal weggelassen. Das hätte zum Retrostoff nicht so gut ausgesehen. Genäht war Frau Madita dann extrem schnell. Bei der Anprobe zeigte sich, dass ich alles richtig gemacht habe. Meine Frau Madita aus Sweat sitzt perfekt. Seht selbst:




Ich mag den Pulli. Der ist so schön kuschelig. Und weil ich jetzt extrem müde bin, schwafel ich nicht mehr lange rum, sondern schick meine Frau Madita rüber zu RUMs.

31 Juli 2014

Wieder ein neuer

Whoohoo! Jetzt schaffe ich es tatsächlich nach viel zu langer Zeit mal wieder zu RUMSen. Und schon wieder zu bloggen. Fast könnte man sich daran gewöhnen. Also an beides. Ich muss es also dringend wieder an die Nähmaschine schaffen. Mal schauen, ob mein innerer Schweinehund da mitmacht.

Ich hab ja vor einer Weile hier schon mal geschrieben, was ich für ein schreckliches Gewohnheitstier bin, wenn es um mein Portemonnaie geht. Anfangs hatte ich ja befürchtet mich an das Riesending nicht gewöhnen zu können. Aber was soll ich sagen? Es hat funktioniert! Ich liebe mein großes Portemonnaie. Es hat inzwischen alles seinen Platz und überhaupt finde ich es nur noch perfekt. Also kann ich mir jetzt bis ans Ende meiner Tage neue Portemonnaies nähen und muss mich nie mehr umgewöhnen.

Gefühlt war das mit der Umstellung auf das Riesending erst so letzte Woche, naja vielleicht vor nem halben Jahr. Mit Schrecken hab ich eben festgestellt, dass ich das Schätzchen jetzt aber schon mal eben anderthalb Jahre mit mir herumtrage. Da wurde es ja auch dringend Zeit für ein Neues. Schließlich waren die Ecken schon etwas abgestoßen und mich hatte mal wieder Stoff angesprungen.

Hier dann mal mein neuer Geldbeutel:





Ist er  nicht schön?

Der Schnitt ist wieder die nette Mischung aus den Freebooks Reini und Wildspitz, die Mrs.de-elfjes hier erklärt. Der ist gut erklärt und wirklich nicht schwer zu nähen. Am Ende wird es etwas friemelig, aber das letzte Stück näh ich dann halt mit der Hand. Die Stoffe waren aus dem örtlichen Kaufhaus. Ich sollte da wohl am besten nicht mehr in die Stoffabteilung gehen. Wird irgendwie immer teuer.

27 Juli 2014

Von Jungs und anderen Problemen

Sodele, da bin ich wieder. Eine furchtbar lange Zeit bin ich vor lauter Leben nicht zum Nähen und schon gar nicht zum Bloggen gekommen. Erst musste ich meine Zeit als Mutter von nur einem Kind genießen, dann konnte ich mich gegen Ende der Schwangerschaft kaum noch rühren, danach musste ich mit einem furchtbar niedlichen Baby kuscheln und außerdem mit dem leicht eifersüchtigen, furchtbar zweijährigen Töchterlein wunderbare Stunden verbringen. Abends hätte ich Zeit gehabt, aber irgendwie keine Muße. Ich bin halt einfach manchmal eine faule Sau.

Inzwischen habe ich mich aber nun daran gewöhnt, dass unsere Familie männliche Verstärkung vom  Hobbit bekommen hat und der große Wutwicht schläft glücklicherweise abends wieder etwas schneller ein, so dass ich doch tatsächlich wieder Lust zum Nähen bekomme. Und wenn ich was Schönes genäht habe, muss ich das auch irgendwo zeigen. Also habe ich mir vorgenommen meinem verwaisten Blog wieder Leben einzuhauchen.

Als erstes kann ich die neue Tasche des Gatten präsentieren. Er wünscht sich schon seit zwei bis vier Jahrhunderten eine Tasche aus einer alten Jeans. Da ich eigentlich Taschen aus abgewatzten Jeans doof finde, hab ich mich monatelang taub gestellt. Ich kann mich einfach nicht überwinden Dinge zu nähen, die mir nicht gefallen. Irgendwann hat uns aber in der Stoffabteilung des örtlichen Kaufhauses ein Robert-Kaufmann-Stoff angesprungen, der dem Gatten äußerst gut gefiel und der mich auf eine Idee brachte. Also hab ich mich daran gemacht die alte zerfetzte Jeans zu zerschnippeln. Herausgekommen ist dann das hier:





Das Lederetikett der Hose wurde auch als Tasche für die Einkaufswagenmünzen verwurstet.










Der Schnitt ist übrigens Lisbeth von der lieben Lilofee. Die seitlichen Taschen hab ich weggelassen und auf dem Innenteil hab ich statt der eigentlichen Einstecktasche die Hecktasche der alten Jeans verarbeitet. Außerdem hat sich der Gatte einen vernünftigen Verschluss gewünscht, daher hab ich an der Klappe noch Steckverschlüsse angebracht.

Und weil der Gatte ein Junge ist (wenn auch ein ziemlich großer), kommt die Tasche auch gleich zu Made4Boys. Ich hoffe, dass das auch erlaubt ist da Sachen für ziemlich sehr große Jungs zu verlinken.



01 Dezember 2013

Adventskalenderdekodingens

Das Töchterlein ist ja nun zwei Jahre alt und nimmt im Gegensatz zum letzten Jahr viel mehr Dinge bewusst wahr. Daher ist es mir eine Herzensangelegenheit dieses Jahr den besonderen Zauber der Weihnachtszeit, den ich als Kind kennenlernen durfte, auch für sie zu verwirklichen. Für mich ist nämlich die Weihnachtszeit eine Zeit der gemütlichen Stunden, der Geschichten, der guten Gerüche, der glitzernden Lichter, der herausgeputzen Wohnzimmer, kurz eine wunderbare Zeit.

Damit das Töchterlein diese Zeit schon dieses Jahr als etwas besonderes wahrnimmt, musste ein Adventskalender her. Was ich da aber bisher kannte, gefällt mir nicht oder nimmt zu viel Platz in Anspruch. In unserer Wohnung ist leider inzwischen kein überschüssiger Platz mehr vorhanden. Davon ab wollte ich einen wiederverwendbaren Adventskalender, weil ich es schrecklich schade finde, so etwas nur einmal zu verwenden. Daher hab ich mich neulich hingesetzt und 24 23 (upps, da fehlt wohl noch eins) kleine Säckchen genäht. Zuvor hatte ich mir stundenlang überlegt, wie ich die Säckchen nähen könnte. Die Pläne waren überaus kompliziert und trugen nicht dazu bei, dass das Projekt Gestalt annahm. Irgendwann hab ich mich dann hingesetzt und einfach losgenäht. Entstanden ist die denkbar einfachste Version, die man sich vorstellen kann. Nessel vom Möbelschweden rundum mit roten Fäden mit der Overlock versäubert und mit zwei geraden Nähten zusammengenäht. Anschließend noch mit einer kleinen Naht ein rotes Saumband drangenäht, fertig waren die Sackerl. Um die Tage zu markieren habe ich aus rotem Filz Sterne ausgeschnitten und die Zahlen mit weißem Lackstift draufgeschrieben. Hat jemand zufällig noch eine Idee, was sich besser eignet als Lackstift?

Was ich dann aber mir den Säckchen und den Sternen anfangen wollte war eine Weile nicht klar. Bis ich eines Tages in der Stadt über einen riesigen, extrem preiswerten Kranz aus geschälten Holzstückchen gestoßen bin. Plötzlich hatte ich ein Bild vor Augen. Mit Hilfe von zwei Rollen Dekoband, einer batteriebetriebenen Lichterkette und ein paar Zapfen, die ich in den letzten Jahren im Urlaub und in heimischen Gefilden gesammelt hatte, entstand unser Traumadventskalender, der seinen Platz über unserem Esstisch wunderbar ausfüllt. Toll finde ich, dass das gute Stück alles in Allem keine 35 Euro gekostet hat.



So, ich setzt mich jetzt aufs Sofa, trink noch nen Tee und genieß die Glitzerlichter bevor ich meinen Kugelbauch ins Bett verfrachte.

Schon so groß?!?

Vor genau zwei Jahren saß ich in einem Krankenhauszimmer und hab ein kleines Menschlein angehimmelt und war gleichzeitig total verwundert wie sich das Leben so schnell ändern kann. Denn vor jetzt zwei Jahren und zwei Tagen erblickte das Töchterlein das Licht der Welt. Dieses kleine dickköpfige Menschlein ist einfach so wunderbar, dass es mich auch nach zwei Jahren jeden Tag wieder von den Socken haut. Ich kann mir keinen besseren Job vorstellen, als die Mama dieses kleinen Wirbelwindes zu sein.

Damit das Töchterlein ihren Geburtstag auch standesgemäß begehen konnte, musste ein Geburtstagskleidchen her. Bei der Suche nach dem passenden Schnitt kam mir eine Freundin zu Hilfe, die die Strampelhose von Klimperklein für ihre Tochter in ein Latzkleidchen umgewandelt hatte. Das Ergebnis war so überzeugend, dass ich das unbedingt auch nähen musste. Entstanden ist dabei aus Babycord und Jersey vom Stoffmarkt und lustigen Stoffresten das niedlichste Kleidchen, dass ich mir für das Töchterlein vorstellen kann. Es sitzt einfach perfekt und erhöht die Gefahr des Töchterleins von mir aufgefressen zu werden drastisch. Aber seht selbst:


  Und weil es so nett ist, ab damit zur Meitlisache.


 




26 September 2013

Zwergenverpackung der anderen Art

Endlich hab ich wieder ausreichend Zeit zum Nähen. Der Grund dafür ist klein und zappelig und eigentlich noch gar nicht da, wird aber schon schwer geliebt und sehnlichst erwartet. In ungefähr 20 Wochen bekommt das Töchterlein nämlich männliche Verstärkung. Die Schwangerschaft in Verbindung mit der Rückkehr in den Job nach der Elternzeit war auch der Grund warum hier in den letzten Wochen tote Hose war. Wenn ich nicht abends noch den nächsten Arbeitstag vorbereiten musste, dann hab ich geschlafen. Manchmal hab ich auch geschlafen OBWOHL ich den nächsten Arbeitstag noch vorbereiten musste.

Seit Anfang letzter Woche bin ich jedenfalls arbeitstechnisch aus dem Verkehr gezogen und hab den lieben langen Tag Zeit zum Nähen. Theoretisch jedenfalls. Vor lauter Frühstücksverabredungen, dringend notwendigen Putzaktionen und anderen Späßen bin ich tatsächlich erst nach über einer Woche an die Maschinen gekommen.

Und weil so ein entstehendes Leben ja ein Grund zu großer Freude ist, musste dringend der Mutterpass schön verpackt werden. Die Werbe-Plastikhülle war schließlich schon lange genug hässlich wie die Nacht. Leider war ich heute wohl von der sparsamen Sorte und hab die Hülle etwas knapp genäht. Der Mutterpass passt rein, aber die Plastikhülle, die für zusätzliche Stabilität und Schutz sorgen sollte, muss wohl außer Dienst gestellt werden.

Stoffmäßig hab ich mich an Resten aus meinen Stoffkisten bedient. Die richtig netten Stoffe sind nur leider alle für eine anderweitige Verwendung reserviert, so dass ich mich mit der B-Auswahl zufriedengeben musste. Irgendwie finde ich die fertige Hülle nicht so richtig prall, aber ich denke sie ist alle Mal schöner als die Plastikhülle.
 


Und weil das Ding sowas von von mir für mich ist und immer in meiner Handtasche mitfährt, ab damit zu RUMS!

19 September 2013

Auf ein Neues!

Ich lebe noch! Irgendwie war hier in den letzten Wochenenen der Wurm drin. Das Töchterlein war der Meinung, dass Einschlafen stark überbewertet wird und hat sich teilweise zwei bis drei Stunden gegen den Schlaf gewehrt. Dumm nur, dass wir noch daneben liegen müssen bis sie schläft. Da mich aber auch eine hormonell bedingte bleierne Müdigkeit heimgesucht hat, bin ich nach diesen Einschlafarien oft nicht mehr aus dem Schlafzimmer gekommen. Wenn doch, musste ich auch irgendwann mal arbeiten. Nähen und Bloggen waren da irgendwie nicht so weit oben in meinen Prioritäten. Vor unserem Sommerurlaub hab ich mich daher für einige Tage bei meinen Eltern zu einer Nähfreizeit einquartiert. Das Töchterlein hat Oma und Opa auf Trab gehalten konnte Oma und Opa im Haushalt helfen und ich durfte auf der Terrasse sitzen und in Ruhe nähen. Klassische Win-Win-Situation, würd ich mal sagen.

Dank dieses tollen Deals mit meinen Eltern konnte ich pünktlich vor dem Urlaub noch ein schon lange geplantes Projekt fertig bringen: eine selbstgenähte Fototasche! Unsere bisherige Fototasche ist nämlich so unglaublich hässlich, dass ich sie eigentlich am liebsten nur in der dunklen staubigen Ecke neben dem Sofa verstecken mag, wo sie normalerweise ihr Dasein fristet. Darüber hinaus ist sie viel zu klein um noch ein Portemonnaie oder anderen Schnickschnack reinzupacken. Wir mussten also immer mit zwei Taschen umherziehen.

Der Schnitt für die Fotobella lag schon ne ganze Weile auf meiner Festplatte und wartete darauf, dass ich fertig war mich vor diesem Projekt zu fürchten. Irgendwie ist das oft mein Problem: Ich nehme mir vor etwas zu nähen, um mich dann wochenlang davor zu drücken. Ich sollte wohl in Zukunft einfach mal weniger denken, sondern mehr nähen. Wäre jedenfalls effektiver.

Auf dem Stoffmarkt im April hatte ich schon den entsprechenden Stoff gekauf, der gewaschen, gebügelt und ordentlich zusammengelegt im Wohnzimmerschrank ne ganze Weile zustauben durfte.

Bei meinen Eltern habe ich mir endlich ein Herz genommen und die Fotobella begonnen. Ich wurde zuvor gewarnt, dass das E-Book seine Tücken hat. Glücklicherweise drückte da die Zeit schon so, dass ich trotzdem einfach losgenäht habe. Dank dieser Warnung habe ich mein Hirnkastel bemüht und alles dreifach durchdacht bevor ich jeden Schritt ausgeführt habe. Ich muss zugeben, dass die Bezeichungen der Teile im E-Book nicht so gut gemacht sind, weil sie sich in Schnittliste und Anleitung unterscheiden. Außerdem war aus den Fotos schwer zu ersehen, welches Schnittteil wo an der fertigen Tasche endet. Nach längeren Hirnverknotungen hatte ich dann aber wohl halbwegs den Überblick, denn das Ergebnis sieht doch irgendwie aus wie eine Fototasche. Ich glaube so eine nähe ich irgendwann nochmal. Vielleicht dann in etwas gedeckteren Farben. Die Stoffe habe ich ja größtenteils bei meinem Kosmetikkoffer schon gemeinsam verwendet, allerdings ist der Pinkanteil der Fototasche schon sehr hoch. Mit dem Gerät um den Leib wird man auch bei absoluter Dunkelheit nicht übersehen.

Den ersten Urlaub hat das gute Stück inzwischen schon gemeistert. Platztechnisch reicht sie gut. Es hatten Portemonnaie, Windeln, Feuchttücher und anderer Kleinkram zusätzlich zur Spiegelreflex, nem Objektiv, anderem Zubehör und der kleinen kompakten Kamera Platz. In den Außentaschen fanden sogar kleinere Wasserflaschen Unterkunft. Der Intensivtest hat allerdings ergeben, dass das Gurtpolster fehlkonstruiert und das Gurtband Schrott ist. Das Gurtpolster hängt überall, nur nicht da wo es hingehört. Das Gurtband hat ne extrem schicke Farbe, kratzt aber wie Tier. Das werd ich wohl noch mal entfernen und durch ein weniger kunststofflastiges ersetzen. Vielleicht nähe ich auch noch aus Stoff einen entsprechenden Gurt. Bis zum nächsten Urlaub hab ich ja ne Menge Zeit.

Bevor ich jetzt aber noch mehr vor mich hin schwafel, gibts erst mal ein paar Bilder:


 

 











Und weil ich da schon ewig nicht mehr mitgemacht habe und die Fotobella aufgrund ihrer Farbe wohl nur für mich ist, spiel ich mal wieder beim RUMs mit. Juhuuuu!

29 Mai 2013

Endlich wieder ein RUMS!

Jetzt sind schon wieder ein paar Wochen ins Land gezogen, in denen ich es nicht geschafft habe, einen RUMS zusammenzutackern. Irgendwas kommt mir immer dazwischen. Entweder weigert sich das Töchterlein einzuschlafen oder ich muss noch was für den nächsten Arbeitstag vorbereiten. Ist mal beides ausnahmsweise nicht der Fall, schlafe ich schlicht und ergreifend beim Kind ins Bett bringen mit ein und wache erst wieder zu einer Zeit auf, zu der ein normaler Mensch nicht mehr das Nähen beginnt.

Jetzt habe ich aber Pfingstferien und habe somit etwas mehr Luft zum Nähen. Also habe ich mich hingesetzt und ein bissel gewerkelt. Aus Stoffen vom Stoffmarkt und dem örtlichen Stoffladen ist ein Kosmetikkoffer 'Schwarz' von der Taschenspieler-CD entstanden. Was hab ich beim Nähen geflucht! Dieses bekloppte Wachstuch, das ich für innen verwendet habe, ist so saumäßig steif, das geht ja gar nicht! Wie oft ich meine armen Finger beim Stecken und Nähen mit den Stecknadeln erstochen habe, kann ich nicht mehr zählen. So große Zahlen kenne ich nicht.

All das Blutvergießen hat sich aber gelohnt, der Koffer sieht schon ziemlich gut aus. Eigentlich sollte das Gerät die Reiseausstattung des Töchterleins vervollständigen, aber ich mag es nicht hergeben, daher behalte ich es einfach selber.

Für euch eine kleine Bilderflut:










Und weils so schön ist, ab damit zu RUMS. Ich freu mich so, da mal wieder dabei zu sein.

08 Mai 2013

Bummi soll nicht frieren

In unserem Haushalt gibt es eine olle Puppe, die schon meine Kindheit überstanden hat. Vermutlich ist sie sogar älter und hat schon irgendein Kind vor meiner Schwester und mir glücklich gemacht. Seit ich denken kann, hört diese Puppe auf den bekloppten Namen Bummi. Woher er kommt, entzieht sich meiner Kenntnis. Vermutlich hat ihn meine Schwester irgendwann erdacht, als ich noch nicht wirklich sprechen konnte.


Bummi ist seit einiger Zeit die große Liebe des Töchterleins. Leider hat Bummi nur einen leicht in Mitleidenschaft gezogenen Strickanzug an, der schon diverse Löcher hat und den ihm das Töchterlein vom Körper reißt, sobald sie ihn in die Hände bekommt. Ich hoffe, dass gewöhnt sie sich noch ab, bevor echte Jungs interessant werden.

Wirklich lange mag das Töchterlein Bummi nicht lossein.


Ich hatte mit der armen Nacktpuppe Mitleid und hab mich am Feiertag an die Nähmaschine gesetzt. Mann und Tochter hatte ich auf Fahrradtour geschickt, die ich krankheitsbedingt nicht mitmachen konnte. Entstanden ist dieser Puppenschlafsack. Natürlich ordentlich mit Vlieseline gefüttert, damit Bummi nicht frieren muss.

Stoffe und Schrägband sind aus dem örtlichen Kaufhaus, den Schnitt habe ich mir selbst gebastelt.
  



07 Mai 2013

Das nächste Baby-Geschenk-Set


In letzer Zeit werden in unserem Bekanntenkreis haufenweise wunderbare kleine Menschlein geboren. Ich finde es oft schwer da ein passendes Geschenk zu finden, da ich nur verschenken mag, was mir 100% gefällt. Das meiste erschwingliche Zeug, das da in den Läden auf Käufer wartet, finde ich einfach nur grauselig. Babykleidung ist oft viel zu kitschig mit Bärchen und Häschen und Schleifchen und vieles Spielzeug senkt ganz sicher den IQ des beschenkten Kindes binnen weniger Minuten. Seit ich nähe, habe ich dieses Problem gelöst, indem ich nette Sets nähe und verschenke.

Neulich habe ich ja schon das Set für meinen kleinen Großcousin gezeigt, heute gibt es das Pendant für ein winzig kleines Mädchen, das wir am Wochenende besuchen durften.

Genäht aus der wunderschönen Bauernwiese von Lillestoff, Bündchen aus den Tiefen meiner Stoffkisten und braunem Jersey vom Stoffmarkt.


  


Schitte sind altbewährt: Haremshose aus der Ottobre 01/11, Body von Schnabelina und Wendezipfelmütze von Klimperklein.