17 Januar 2013

Vom Selbermachen und Machenlassen

Ich bin ja eigentlich ein Mensch der gerne alles ausprobiert und zumindest versucht Dinge selbst zu tun. Das war schon immer so. Meine Mama berichtet gerne ausführlich davon, dass ich schon als kleiner Wicht immer alles 'selba' machen wollte.

Da ich anscheinend keine zwei linken Hände habe, klappt das in der Regel ganz gut. Neulich habe ich beschlossen, dass ich Häkelblumen brauche, hab es probiert und habe kläglich versagt. Ich saß mehrere Abende fluchend wie ein Rohrspatz auf der Couch und habe versucht zu Häkeln. Irgendwie wurde das nicht gleichmäßig und sah doof aus. Außerdem wusste ich nie wo ich reinstechen sollte. Bevor ich mich aus Versehen selbst mit der Wolle an der Stehlampe festgeknotet habe, habe ich das Experiment abgebrochen und das eigens gekaufte Wollknäuel mit Schwung und unter Ausstoßen wildester Flüche in die Ecke gefeuert und später bei der nächsten Aufräumaktion in die Tiefen einer meiner Nähkisten verbannt.

Irgendwann hab ich dann bei Muddi die netten Häkelmützen von Ela endeckt und war gleich Feuer und Flamme für Mika. Leider war mir nach dem Häkelblumendeasaster klar, dass ich so eine Mütze wohl nie haben würde. Vor lauter Frust muss ich wohl so laut gemault haben, dass Mr. T aufhorchte. Ich muss dazu sagen, dass in dieser Familie nur einer Häkeln kann: mein Mann. Er hat mir vor einigen Jahren sogar mal einen Schal gehäkelt aus ganz furchtbar hässlicher Wolle so richtig lang und mit Fransen. Und da mein Mann so toll ist, gab er mir den Auftrag das E-Book zu kaufen, er würde mir eine Mika häkeln.

Kurzzeitig bekam er dann wohl Angst vor der eigenen Courage, weil er zwar die Grundbegriffe des Häkelns beherrscht, aber von Reliefstäbchen und Co. noch nichts nicht so viel gehört hatte. Dank verschiedener Videoanleitungen im Netz hat er aber auch dieses Problem gemeistert und erst eine Probemütze für sich gezaubert und dann bei Paula am Küchentisch meine tolle, superkuschelige, warme und überhaupt allertollste Mütze vollendet.


 

Und weil diese Mütze für ein Weib gemacht wurde, ab damit zu  RUMS auch wenn damit die Regeln ein wenig freier interpretiert werden, weil hier kein Weib etwas höchstselbst für sich gemacht hat. Aber höchstselbst etwas für sich häkeln LASSEN ist doch eigentlich noch viel toller. Ich hoffe jetzt nur, dass ich von Muddi keine auf die Finger bekomme. Ich versuch auch nächste Woche einen ganz echten frisch aufgebrühten RUMS zu produzieren. Wenn nicht wieder ein Backenzahn, ein gebrochener Arm oder eine Monstererkältung beim Töchterlein dazwischenkommen.


6 Kommentare:

  1. Ich MAG diese Mütze. Und ich mag die Erinnerung an diesen Abend bei uns. Da hat es doch tüchtig geRUMSt. Schick. Steht dir. Sag Mr. T, ich rechne noch an der Streifenbreite *gg*

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  2. Ich finde, das gilt ;o) Gruß an den Mister, er hat meine Bewunderung! Die Mika steht dir hervorragend!

    LG, Luci

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  3. tolle mika! hat dein mann super gemacht! lg

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  4. Ich fall um vor Neid! Ein Mann, der mir ein Mütze häkelt, von solcherlei exotischen Kreaturen habe ich bislang nicht mal zu träumen gewagt.....Respekt an euch beide (deinem Mann für die Mütze und dir für die gute Auswahl des Mannes).

    LG Ina

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  5. Ich glaub, häkeln LASSEN geht auch, oder? Und dann auch noch von einem Mann. Besser geht doch gar nicht;-)
    Ich finde diese Relief-Muster auch so toll und werde mir auch noch eine im Flechtmuster häkeln. Leider muss ich selber an die Nadel; mein Mann würde nicht einmal einen Schal hinbekommen.

    Liebe Grüße von Inken

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  6. Tolle Mütze! Tolle Farbe! Die ist einfach nur wunderschön!!!!

    Liebe Grüße
    Lilo

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